Kategorie: Geniessen

Mythos Digestiv – Hilft der Verdauungsschnaps wirklich?

Wer hat das nicht schon mal erlebt. Das Essen war köstlich, wenn auch vielleicht etwas fett. Jedenfalls liegt es jetzt schwer wie ein Stein im Magen. Macht nichts, ein Verdauerli wird’s schon richten. Egal ob Trester, Obstler oder Kräuterschnaps, sie alle sollen die Verdauung fördern und Platz für das Dessert schaffen. Aber tun sie das auch wirklich?

Der Digestiv schmeckt angenehm, bringt aber nichts

Zumindest sind sie, wenn richtig ausgesucht, eine geschmackliche Bereicherung und Abrundung des Essens. Sie können auch kurzfristig das Völlegefühl im Bauch nehmen. Das hat aber nichts mit der gewünschten Verdauungsförderung zu tun, sondern ist eher auf die betäubende Wirkung des Alkohols zurückzuführen. So haben Wissenschaftler in Studien sogar rausgefunden, dass der Alkohol im Digestiv die Verdauung eher behindert als fördert. Letztendlich bewirkt der Digestiv also das Gegenteil von dem was er soll. Wegen der betäubenden Wirkung des Alkohols merkt man es aber nicht. Soll nach einem ausgiebigen Essen die Verdauung wirklich angeregt werden, gibt es zwei gute Möglichkeiten. Den klassischen Verdauungsspaziergang oder einen Espresso. Am besten beides zusammen.

Cognac vom „Château de Montifaud“

Das „Château der Montifaud“ zählt zu einem der letzten privat geführten Häuser. Es liegt im französischen Département Charente Maritime und weist nach der Côte d’Azur die meisten Sonnenstunden im Land auf. Im Sommer schwebt über den Fässern in Kellern und Lagerräumen ein besonderes Aroma. „La part des anges“ nennen die Cognac Winzer den verdunsteten Duft, der über der ganzen Gemeinde liegt. Der so genannte „Anteil der Engel“ beläuft sich auf etwa 20 Millionen Liter Cognac, welche sich buchstäblich Jahr für Jahr in Luft auflösen.

Kommt der Wind aus Westen kommt die Meeresbrise dazu, da der Atlantik nicht weit entfernt ist. In den beiden größten Städten de Region, Cognac und Saintes, leben gerade einmal 50000 Menschen. Alles im Cognac dreht sich um den Cognac, dem bernsteinfarbenen Weinbrand, der zuweilen in kostbare Kristallkaraffen abgefüllt wird, für welche Connaisseure schon einmal mehrere Tausend Euro anlegen, obwohl die dafür gereiften Trauben kaum zu Tafelwein herangezogen werden können. Ugni blanc und Trebbiano sind die beiden Sorten, welche hier gedeihen. Um aus diesen Trauben geistreiche Tropfen machen zu können ist vor allem guter Boden notwendig. Kalkhaltig muss er sein, mit einer dünnen Schichte Erde.

Nach der Gärung wird der Wein zwei mal destilliert. 70 Prozent vom Destillat finden den Weg in die Fässer, dessen Holz den Brand zu einem guten Tropfen werden lässt. Es gibt ihm auch das komplexe Aroma und die sanfte Farbe zwischen hellem Gold und tiefem Amber. Die Winzer sind davon überzeugt, dass es Holz aus französischer Eiche sein muss. Anschließend
mischt der Kellermeister die verschiedene Lagen und Jahrgänge und komponiert ein Bouquet an Aromen, wodurch mancher Cognac teurer ist als ein luxuriöses Parfum. Zudem muss sich der Kellermeister in Geduld üben, denn Cognac ist in jungen Jahren noch unfertig. Im Alter von dreißig bis siebzig Jahren soll Cognac am besten sein, behaupten Kenner. Dann schimmert er goldbraun, duftet nach Trockenfrüchten, exotischem Obst, Orangenblüten und Muskatnüssen. Längst ist er in die „Dame Jeanne“ gewandert, den Glasballon im Korbmantel, oder auch in eine normale Flasche oder Karaffe. Ab diesem Zeitpunkt altert er nicht mehr, so bleibt ein 1914er, welcher im Jahre 1984 abgefüllt wurde, für immer siebzig Jahre alt.

Beispielsweise wacht bei Remy Martin der Kellermeisterin Pierrette Trichet seit 2005 über die Produkte. Die besten Tropfen werden im „Paradies“ aufbewahrt, der letzten Ecke im Keller, die mit einem Gitter gesichert ist. Lange galt Cognac als Altherrentrunk. Das hat sich geändert, seit ihn einige US Rapper zum Kultgetränk ernannten. So gehört es seit Kurzem in den USA zum guten Ton, einen „Henny“ oder „Yak“ zu bestellen.

Das Champagner-Weingut Charles Mignon

Das in der kleinen Stadt Epernay ansässige Weingut ist seit mehr als hundert Jahren mit der Produktion von Champagner befasst. Die Familie arbeitet in eigener Verantwortung und bewirtschaftet eigenen Rebflächen, welche rund um die kleine Stadt zu finden sind. Von Beginn an werden die Champagner des Hauses, welches von aktuell von Bruno Mignon geleitet wird, mindestens 3 Jahre in dm eigenen Kreidekeller auf der Hefe gelagert.

Die Erzeugnisse des Hauses haben in jüngster Zeit ein dermaßen guten Ruf erlangt, dass sie auch in der gehobenen Gastronomie, und hier vor allem in den Städten Lyon, Nizza und Paris nachgefragt und besonders geschätzt werden. Die zur Herstellung verwendeten Trauben stammen allesamt von als Premier Cru eingestuften Lagen, welche sich in den Montagnes de Reims und der Côte des Blancs befinden. Die Erzeugnisse des Hauses Charles Mignon gelten als besonders zart, feinfruchtig und äußerst harmonisch. An Aromen dominieren Pfirsich, Rosen und feiner Toast.

Der Champagner Brut Grande Réserve Premier Cru des Hauses Charles Mignon wird mit einem Restzuckergehalt von elf Gramm pro Liter ausgewiesen. Der fruchtige und in hohem Maße frische Brut Champagner des Hauses Mignon birgt Aromen von besonders harmonierenden Noten von Pfirsich und Aprikosen und einem Hauch von Rosen. Der Geschmack des Charles Mignon Brut Grande Réserve Premier Cru wird von Kennern der Champagne als äußerst feinperlig beschrieben, dessen mineralische Noten in einem leicht süßlichen Abgang münden.

Der Rosé Champagner des Hauses Ch. Mignon wird unter Kennern der Champagne als besondere Spezialität des kleinen, familiär geführten Champagnerhauses betrachtet. Die für diesen Rosé notwendigen Trauben stammen aus zwölf verschiedenen, hoch bewerteten Rebflächen aus nächster Umgebung. Der besonders fruchtige und blumige Rosé Champagner birgt Aromen von frischen roten Früchten, in welchen äußerst dezente Noten von Hefe mit schwingen. Sein Geschmack ereist sich stets als feinnervig prickelnd und ausgewogen, wie auch der lang anhaltende Abgang.

Pan de Higo – süße Verführung aus Jijona

Pan de Higo, das leckere Feigenbrot aus Spanien, bringt den Genuss des Südens nach Deutschland. Vor allem in der Adventszeit ist die Fruchtschnitte beliebt. Aber was steckt eigentlich in der Leckerei? Ist es wirklich so gesund, wie der Hersteller vorgibt? In diesem Artikel lernen Sie die Köstlichkeit genauer kennen.

Herkunft

Pan de Higo ist eine Spezialität aus dem spanischen Jijona. Sowohl Mandeln als auch Feigen, die Hauptbestandteile der Fruchtschnitte, finden unter der spanischen Sonne beste Voraussetzungen, um eine herrliche Süße zu entwickeln.

Zutaten

Pan de Higo ist wohl der beste Beweis dafür, dass gesunde Ernährung auch lecker seine kann. In der Fruchtschnitte stecken nach traditioneller Zubereitung nämlich ausschließlich natürliche Lebensmittel. Abgesehen vom Fruchtzuckeranteil der Feigen wird dem Früchtebrot kein Industriezucker zugesetzt. Stattdessen werden die süßen Früchte unter der spanischen Sonne getrocknet und zusammen mit knackigen Mandeln in eine runde Tortenform gepresst. Je nach Rezept wird die Delikatesse mit aromatischen Gewürzen wie Anis verfeinert. Dank der wenigen Zutaten ist es kinderleicht, Pan de Higo selbst herzustellen.

Naturbelassene Feigenpaste erhalten Sie zum Beispiel im Reformhaus. Diese verkneten Sie mit Mandeln (ungeschält oder blanchiert je nach Geschmack) und fügen auf Wunsch Gewürze Ihrer Wahl hinzu. Selbstverständlich dürfen Sie dabei kreativ werden und etwas von dem Original Rezept abweichen.
Das leckere Früchtebrot ist übrigens auch in den Sorten Pan de Naranja (getrocknete Aprikosen, Orangen und Mandeln) sowie Pan die Datil (getrocknete Datteln aus Tunesien und Walnüsse aus Kalifornien) erhältlich.

Verzehrsempfehlung

Die getrockneten Feigen liefern jede Menge Energie und sind deshalb der ideale Snack in der Mittagspause oder beim Sport. Vor allem aber dient die Fruchtschnitte dank ihrer Süße als gesunder Schokoladenersatz. Während die Spanier ihr Feigenbrot am liebsten zum Kaffee genießen, begleitet es hierzulande unterschiedliche Käsesorten und Pasteten.

Einkauf und Lagerung

Mittlerweile führen viele Supermärkte das Pan de Higo im Sortiment. Am ehesten werden Sie in der Feinkostabteilung fündig. Häufig wird das Produkt an der Käsetheke angeboten. Alternativ erhalten Sie die Fruchtschnitte zu einem relativ günstigen Preis im Internet. Damit Ihr Feigenbrot lange frisch bleibt, lagern Sie es am besten wie frisches Obst im Kühlschrank.

Das Champagner-Weingut Kohler

Die Familie Kohler lebt und arbeitet in der Gemeinde Trelour sur Marne, welche auf einer Anhöhe mit Blick auf das Marne-Tal, 120 km von Paris und 25 km von Epernay entfernt, liegt. Im Jahre 1929 fielen aufgrund eines Erbes Rebflächen an die Familie, wobei zu Beginn die Trauben an große Häuser weiterverkauft wurden Die aus dem Elsaß stammende Familie beschloss zur Feier der Geburt von Séraphin Kohler im Jahre 1956, von nun an Champagner aus den eigenen Trauben herzustellen. Die die Geschichte der aus zwei Ländern stammenden Familie wird durch das am Etikett der Flaschen sichtbare Wappen gekennzeichnet. Aktuell leitet das Haus James Kohler, welcher die Trauben die Champagnerflaschen etwa sieben Monate im vor kurzem renovierten Keller ruhen lässt, ehe sie in Frankreich und im europäischen Ausland gerne genossen werden.

Der trocken ausgebaute Champagner „Cuvée L’Herminette“ kommt nach drei Jahren Reife auf der Hefe mit geringer Dosage von Likör und Rohrzucker, der genaue Wert wird von der Familie nicht öffentlich gemacht, zu Liebhabern und Kennern. Im Glas goldgelb glänzend und mit an Bernstein erinnernden Reflexen bringen lebhaft aufragende Perlenketten aromatische Noten von weißen Blüten und Haselnüssen hervor. Geschmacklich treten Noten von Kaffee und Mandeln hinzu. Die geringe Süße des Champagners zeitigt einen langen Geschmack am Gaumen, welche auch im Abgang noch eine leichte mineralische Note mitbringt. Das Haus Kohler rät, die Cuvée L’Herminette als Mittelpunkt festlicher orientalischer Mahlzeiten zu kredenzen.

Nach mehr als zwei Jahren Reife auf der Hefe erfreut der in traditioneller Weise vinifizierte Rosé Champagner Liebhaber und Kenner im Glas mit einer hellen, an lachsrosa gemahnenden Färbung und lebhaft aufsteigenden Perlen. Zuallererst überraschen Aromen von Rosenblättern, zu welchen nach kurzer Zeit Noten von roten Früchten wie Erdbeeren und Johannisbeeren hinzu treten. Geschmacklich von Aromen von Kirschen dominiert, hält der Rosé das Gleichgewicht zwischen Milde und Frische in einer Weise, welche ihresgleichen sucht. Im lang anhaltenden Abgang erkennen Liebhaber eine leichte säuerliche Note. Das Haus Kohler rät, den trocken ausgebauten Rosé Champagner als Aperitif wie auch zur Begleitung von Desserts wie Fruchtsalate oder einfach nur als Drink am Nachmittag zu nehmen.

Nach drei Jahren Reife auf der Hefe überzeugt der trocken ausgebaute Brut-Champagner Kenner und Freunde mit im Glas strahlender goldgelber, beinah an Stroh gemahnender Färbung und hellsten bis brillanten Reflexen. Die leichte Schaumkrone lässt Aromen frei, welche an frische weiße Früchte und schwarze Beeren denken lassen. Geschmacklich tritt eine Weinigkeit auf, welche von der Ausgewogenheit der verwendeten Rebsorten herrührt. Der von Kritikern als ausgewogen, spritzig und elegant bezeichnete Champagner endet mit erdigen und mineralischen Nuancen im lang anhaltenden Abgang. Die Winzerfamilie Kohler rät, den Champagner bei allen familiären Festen und großen Augenblicken des Tages zu servieren.

Zuviel Salz im Essen – Warum ein zu hoher Salzkonsum schädlich für die Gesundheit ist

Bewusst oder unbewusst im Durschnitt ist jeder dritte Mensch zu viel Salz. Dies kann enorme gesundheitliche Probleme mit sich führen, den Salz schadet unserem Körper. Dennoch befindet sich in nahezu jedem Lebensmittel Salz. Erfahren Sie in diesem Artikel alles über die gesundheitlichen Risiken des hohen Salzkonsums.

Neueste Studien der Harvard School of Public Health haben gezeigt, das der tägliche Konsum an Salz bei fast jedem Menschen deutlich zu hoch ist. Um genau zu sein, betrifft diese Studie rund 99,2 Prozent der Weltbevölkerung, die deutlich zu viel mehr als Natriumchlorid (Kochsalz) zu sich nimmt. Dies hat enorme Auswirkungen auf das Leben dieser Menschen, den Salz schadet dem Körper auf lange Sicht. So konnten bereits 1,65 Millionen Todesfällen weltweit auf einen dauerhaft zu hohen Salzgebrauch zurückgeführt werden.

Wieso nehmen wir zu viel Salz zu uns?

Die Ursache für den hohen Konsum an Salz ist einfach auszumachen, die Lebensmittelindustrie profitiert von unserem hohen Konsum. Obwohl es bekannt ist, dass zu viel Salz ungesund ist, verbirgt sich dennoch in den meisten Lebensmitteln ein gewisser Salzanteil. Bei einigen Produkten wird sogar gezielt auf die nahezu süchtig machende Wirkung von Salz gesetzt. Das beste Beispiel hierfür sind Chips. Diese haben einen besonders hohen Anteil an Salz und kaum jemand würde bestreiten, dass es enorm schwerfällt, eine Chipstüte nicht aufzuessen. Die Industrie nutzt das Salz also nicht nur als Genussmittel und Geschmacksträger, sondern um den Kunden zu einem erhöhten Kaufverhalten zu animieren.

Doch woher kommt das Suchtverhalten? Gibt es für unseren Körper die Möglichkeit über Nahrung und Wasser Salz aufzunehmen, wird dies auch genutzt, das liegt an dem sogenannten Renin-Angiotensin-System (RAS). Dieses System steuert den Wasser- und Salzhaushalt des Körpers, da Salz früher ein Luxusgut war, ist unser Körper darauf getrimmt jede Aufnahme von Salz durch Glückshormone zu belohnen, daher der nahezu süchtig machende Effekt von Salz. Unser System ist einfach nicht darauf eingestellt, dass es Salz im Übermaß gibt und dies beutet die Industrie aus.
Durchschnittlich verführt uns die Industrie dazu rund 3,6 Gramm pro Tag an Salz zu uns zu nehmen, diese Menge ist deutlich zu hoch. Von Ärzten und Ernährungswissenschaftlern wird eine Menge von 2 Gramm am Tag empfohlen. Die Durchschnittsmenge von uns Verbrauchern liegt deutlich drüber und gesundheitliche Folgen sind auf lange Sicht zu erwarten. Doch weshalb ist das Salz überhaupt so schädlich für unseren Körper?

Salz – Als Gefahr für unseren Körper

Ein dauerhaft erhöhter Salzkonsum kann vor allem das Herz-Kreislauf-System schwächen und zu Herzerkrankungen führen. Dies geschieht, da die einzelnen Zellen ihren Wasserhaushalt mithilfe des Salzgehaltes regulieren. Ist der Salzgehalt um die Zelle zu hoch, trocknet diese regelrecht aus. Es kommt zu einem Konzentrationsgefälle. Neben diesem schädlichen Effekt führt der hohe Konsum auch zu einer Erhöhung der Blutfettwerte, die ebenfalls das Herz belasten. Neuesten Erkenntnissen zufolge hat das Salz auch einen enormen Einfluss bei Altersdemenz. Da das Salz die Verkalkung von Nervensträngen begünstigt. Die negativen Auswirkungen von Salz sind mittlerweile so bekannt, das viele Länder eine Warnung auf einzelne Lebensmittel setzen wollen. Doch jeder kann selbst versuchen seinen Salzhaushalt etwas zu regulieren, indem er salzarm Kocht.

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Cape Town, South Africa